Alterspersönlichkeiten im Pflegeheim: Hilft noch etwas bei Demenz?

Je größer die Personalknappheit, desto schwieriger gestaltet sich die Beantwortung einer zentralen Fragestellung der Pflege: Wieviel Lebensqualität ist, besonders bei wachsender Anzahl von Menschen, die an Demenz leiden, für alle Beteiligten machbar?

Als Hilde*) im vorvergangenen Jahr ihren 100sten Geburtstag feierte, wohnte sie bereits seit knapp drei Jahren in der Einrichtung. Hilde ist eine lebensfrohe, präsente alte Dame, obwohl sie neben alterstypischen Beeinträchtigungen auch mit den Folgen eines Schlaganfalls und zunehmend auch mit typischen Demenzsymptomen zu tun hat.

Das Pflegeteam begleitet Hilde mit erhöhter Wachsamkeit, denn wiederkehrende paranoide und auch halluzinierende Zustände bedingen unter anderem eine erhöhte Verletzungsgefahr.

Der alltägliche Ausnahmezustand

Besonders nachts ist Hildes Betreuung Teil eines leider allzu vertraut klingenden Dilemmas: Schauen die Pflegenden häufig nach dem Rechten, stört das die so wichtige Nachtruhe der Bewohnerin. Tun sie’s – aus Zeitnot oder Rücksichtnahme – nicht, steigen die individuellen Risiken.

Guter Rat ist teuer – oder?

Selbst wenn die jüngst im SPIEGEL (05/2018) beschriebene Personalsituation zum Glück (noch) nicht der Standard ist: Es wird allerhöchste Zeit, Pflege auch technisch-digital konsequenter zu unterstützen. Jetzt endlich gehen Systeme in Serie, die merkliche Entlastung versprechen. Und dabei kein Vermögen kosten – ganz im Gegenteil.

SMART Care macht’s möglich

Gute Pflege ist kompetent, engagiert und menschlich. Smarte Pflege ist darüber hinaus ebenso effizient wie effektiv. Gute Pflege ist Verdienst der Pflegenden, smarte Pflege wird möglich, wenn intelligente Technik hinzukommt. Unser Beispiel: bock SCC (SCC steht für SMART Care Control). SCC ergänzt unsere Betten um eine vernetzte Sensorik. Die ermittelt und analysiert laufend eine Vielzahl von Informationen. War der gute alte ‚Bettausstiegsalarm‘ oft noch wegen Fehlalarmen verschrieen, ist SCC schon heute ein immer wertvollerer, verlässlicher Pflegehelfer.

Ernstfall Demenz

Unser pflegewissenschaftlicher Partner, die Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) in Salzburg, erforscht aktuell die Situation von Demenz betroffener Menschen wie Hilde und ihrer Pflegenden. Neben einer Reihe weiterer Ergebnisse bestätigten sich schnell die Beobachtungen hinsichtlich der außerordentlichen Belastungen im Umfeld der Betreuung dementer Menschen. Was können unsere Pflegebetten zur Entlastung der Pflegenden und zum Wohl der Gepflegten beitragen?

Konstruktive Sicherheit, Bequemlichkeit und komfortable wie Pflege erleichternde Verstellmöglichkeiten sind das eine. Die nun via SMART Care Control hinzukommenden Erleichterungen sind das andere – und in mancherlei Hinsicht Entscheidende. Denn besonders angesichts der weiter steigenden Anforderungen für Pflege muss verfügbare Technologie so schnell wie möglich ihren Beitrag leisten.

Beruhigende Gewissheiten

Hildes Pflegende werden mithilfe von SMART Care Control zu jeder Zeit sehr genau wissen, wie es ihr geht. Das System informiert aktiv und abgestuft, wenn besondere Ereignisse Aufmerksamkeit oder Intervention erfordern. Wegen Hildes recht temperamentvollen Naturells hat das Pflegeteam eine eher frühzeitige Reaktion eingestellt. Bei tatsächlich Aufmerksamkeit erfordernden Situationen erfolgen Meldungen auf Tablet oder Smartphone. Bei akuten Handlungsbedarf gibt das System Alarm über die hauseigene Rufanlage.

Seelenruhe und Sicherheit für Bewohner, Erleichterung für die Pflege

Die Echtzeit-Analyse einer Vielzahl kontinuierlicher Messungen von Werten, Vitalzeichen und Bewegungsmustern und deren Abgleich mit individuellen Vergleichswerten und Gewohnheiten geschieht weitgehend unmerklich im Hintergrund und wird dokumentiert. So sind Pflegende in der Lage, aufgrund qualifizierter Vorinformationen zu entscheiden, wann Intervention notwendig ist und wann nicht. Der Erfolg: Hildes wohlverdienter Schlaf wird nicht unnötig gestört, die Pflegenden können sich beruhigt und konzentriert ihren Aufgaben widmen. Und ganz nebenbei liefert das System wichtige und hilfreiche Informationen für Dokumentation, Diagnostik und Therapie.

*) Name geändert, der tatsächliche Name ist unserem pflegewissenschaftlichen Partner Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) bekannt.



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