Alterspersönlichkeiten im Pflegeheim: Ambiente wirkt

‚Pflegebedürftig‘ ist ein schlimmes Wort für Menschen, die es auf sich beziehen sollen; ‚ins Heim müssen’ ist dessen Steigerung. Nicht, weil es irgendwie anrüchig oder gar schuldbesetzt wäre, auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein. Sondern, weil es früher meist bedeutete, dass der selbstbestimmte Teil des Lebens in erfreulicher Umgebung zu Ende war. Das kann, gottlob, heute auf vielerlei Art anders sein.

In unserer kleinen Reihe zum Thema ‚Alterspersönlichkeiten im Pflegeheim‘ betrachten wir Lebenssituationen unterschiedlicher Menschen und ihrer Pflegenden, die wir zusammen mit dem Institut für Pflegewissenschaft der Salzburger PMU erforschen, um mithilfe daraus abgeleiteter Kategorien (s. Kasten) qualifizierte Entscheidungshilfen zu ermöglichen.

Franz* gehört zur Kategorie A2 – körperlich fehlt ihm nichts Wesentliches, aber er zeigt Anzeichen beginnender Demenz. Franz ist 83 Jahre alt. Er liebt es, in Kontakt mit den Menschen um ihn herum zu sein und bewegt sich gern und viel in der Natur. Er ist ein selbstbewusster Handwerker von ‚altem Schrot und Korn‘: Stolz auf den erarbeiteten Lebensstandard und keiner, der sich und anderen leichten Herzens eingestehen wollte, nicht mehr ganz auf eigenen Beinen zu stehen.

Die Schwelle senken

Moderne Pflegeeinrichtungen, Alten-WGs und individuelle Residenzmodelle gehören ganz gewiss zu den Errungenschaften der Altenpflege, die Menschen wie Franz einen Umzug leichter machen. Sie haben nichts mehr mit dem in früheren Jahrzehnten oft zu Recht gefürchteten ‚Heim‘ gemein. Hier haben Gemeinschaft, Zuwendung und Lebensqualität Priorität; Pflege findet flexibel nach dem Prinzip ‚so viel wie nötig, so wenig wie möglich‘ statt.

Smart Care

Wir sprachen an anderer Stelle bereits über die rationalen Aspekte, die für eine schnelle Implementierung intelligenter Systeme wie zum Beispiel unser SMART Care Control (SCC)sprechen: Weichen Bewegungsmuster oder wichtige Vitalparameter vom individuell üblichen ab, werden Pflegende über Smartphone, Tablet oder Rufanlage informiert. Sie erhalten eine qualifizierte Einschätzung der Interventionsnotwendigkeit und können planvoll reagieren – besonders für gesunde Bewohner wie Franz eine ideale Lösung, um nachts einerseits ungestört schlafen zu können und die Zeit der Nachtdienste nicht mit unnötigen Kontrolltätigkeiten zu verschwenden, andererseits aber nicht akuten Unterstützungsbedarf oder gar einen Sturz zu übersehen.

Das Auge isst mit

Beeindruckend aber auch, wie sehr der so ermöglichte Verzicht auf dann unnötige Routinen auch die Atmosphäre und damit das Ambiente in einer Einrichtung aufwertet. Gleiches gilt für die Ästhetik – wir alle spüren das etwa, wenn wir in den Ferien erstmals ein Hotelzimmer betreten. Hier wie auch in Langzeitpflege-Einrichtungen fällt der Blick schnell auf das Bett: Steht da ein einladend behaglich lockendes Möbel oder ein frugales Funktionsobjekt?

Hilfreiche Funktionen sieht man den allermeisten Pflegebetten stigmatisierend an: Ein großer Wermutstropfen besonders für anspruchsvolle, visuell sensible Bewohner wie Franz. Würde es sich lohnen, an dieser Stelle für ein Mehr an Qualität auch höhere Kosten in Kauf zu nehmen? Wir glauben: Ja. Denn subjektive Eindrücke sind ein maßgeblicher Aspekt auch bei der Auswahl einer Einrichtung – sowohl für künftige Bewohner selbst als auch für mit-besichtigende Angehörige.

Deutliche Resultate

Geringere Risiken, ruhigere Abläufe, deutlich geminderter Stress besonders im Nachtdienst, vereinfachte Dokumentation – Smart Care Systeme rechnen sich schnell und ganz offensichtlich. Die Auswirkungen von Ambiente und Ästhetik sind schwerer messbar – an unseren eigenen Kaufentscheidungen aber erkennen wir schnell ihre Relevanz.

Franz kam aus einem liebevoll gestalteten Zuhause. Ein auch subjektiv positiver Eindruck bei der Besichtigung erleichterte ihm die Entscheidung für ein Haus, das nicht durch Discount-Preise zu überzeugen versucht. Das tägliche Erlebnis guter Betreuung, positiver Atmosphäre und eines angenehmen Umfeldes schafft Lebensqualität und Zufriedenheit. Und für die Einrichtung neben den messbaren und den erlebbaren Effekten auch Preisakzeptanz und hohe Weiterempfehlungs-Quoten.

Franz, Smart Care und Ästhetik

Es wird offensichtlich, dass gerade in weiter entwickelten, flexibel nutzbaren Wohnformen technologische Investitionen wie in Smart Care interessante weil ‚mitwachsende’ Funktionen bieten: Franz zum Beispiel profitiert von der intelligenten Sensorik durch ungestörten Schlaf. Für Bewohner höherer Kategorien wird die Sturzvermeidung oder das Management von Verwirrungszuständen in den Vordergrund rücken.

Wie auch immer sich Franz’ Gesundheitszustand entwickelt: SCC wird seinen Betreuern und ihm dabei helfen, das Beste daraus zu machen. Und dort, wo hinsichtlich des Lebensumfeldes anspruchsvolle Bewohner gewonnen und begeistert werden sollen, werden mit einem gerade vorgestellten, für alle bisherigen Betrachter überraschenden Bett ganz neue Verbindungen aus Funktion und Ästhetik möglich: Wenn Sie neugierig sind, fragen Sie uns mal nach stellar.


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