Alterspersönlichkeiten: Typische Pflegeheim-Bewohner und ihre Anforderungen

Die Pflege alter Menschen bedeutet in vielerlei Hinsicht zunehmende Herausforderungen – so weit, so bekannt. Weitgehend trivial ist auch die Einsicht, dass man neuen Lösungen nur bedingt auf ausgetretenen Pfaden näher kommt. Aber: Wo beginnen? Und welchen Beitrag kann ein Bettenhersteller leisten? Wir bei bock wollten’s genau wissen. Und haben beschlossen, ganz am Anfang zu beginnen: Bei den Menschen.

Was eigentlich ist ein Bett? ‚Dumme Frage‘, werden Sie vielleicht denken. Weiß jeder, hat schließlich auch jeder. Aber schon einen Wimpernschlag später drängt sich pflegerisch Erfahrenen der Gedanke auf, dass die Antwort so einfach nicht ist. Die richtige Lagerung von Patienten zum Beispiel ist in Krankenhäusern ein wesentliches Thema, um der Entstehung fataler Druckgeschwüre vorzubeugen; das Bett muß dem Know-how und der Sorgfalt der Pflegenden die nötige Unterstützung bieten.

Alter ist keine Krankheit

‚Alter ist keine Krankheit, die Wohnungen alter Menschen – ob zu Haus oder in entsprechenden Einrichtungen – sind keine Kliniken‘, werden Sie ganz zu Recht einwenden. Andererseits: Auch ein kerngesunder alter Mensch hat andere Bedürfnisse als ein jüngerer. Und ein nicht mehr ganz gesunder oder geschwächter, gar kranker Mensch braucht jede Unterstützung, die er bekommen kann – ebenso wie die Menschen, die ihn begleiten oder pflegen. Wir wissen heute sehr viel darüber, wie schwer die körperlichen und seelischen Lasten der Pflege wiegen können – in Kliniken wie in Pflegeeinrichtungen und zu Hause.

Mit zunehmender gesundheitlicher Einschränkung wird das Bett zum Dreh- und Angelpunkt für Wohl und Wehe alter Menschen und ihres Umfeldes: Es muss Behaglichkeit und Sicherheit für die Nachtruhe bieten und Verletzungsrisiken entgegenwirken, die etwa durch Stürze drohen. Es muss Selbständigkeit und Gesundheit der Bewohner fördern und Pflegehandlungen erleichtern. Es muss robust und hygienekonform konstruiert sein.

Gut ist nicht gut genug

Natürlich haben wir in vielen Jahrzehnten einen großen Erfahrungsschatz erworben, Know-how gesammelt, Technologien und Materialien verstanden und entwickelt. Wir haben in langen Gesprächen gelernt, worauf es den Menschen ankommt, die unsere Betten und Systeme kaufen und nutzen. Und natürlich haben uns diese Menschen viel über die Bedürfnisse der ihnen Anvertrauten mitgeteilt, unsere Entwickler verschlingen große Mengen an Fachliteratur – nicht nur über die Fortschritte in Technik und Fertigung, sondern ebenso über einschlägige Erkenntnisse aus Pflege und Medizin. So sind wir zu einem anerkannten Qualitätshersteller geworden.

Wollten wir nicht eigentlich über Alterspersönlichkeiten schreiben?

Das jedoch, stellten wir fest, genügt langfristig nicht. Wir müssen schneller vorankommen, weiter vorausdenken, um unseren Teil zur Bewältigung der Herausforderungen durch die schnell steigende Zahl alter Menschen zu leisten.

Erich Kästner hat mal gesagt, dass es die Fragen sind, aus denen das, was bleibt, entsteht. Also haben wir gefragt: Zusammen mit unserem Forschungspartner, dem renommierten Institut für Pflegewissenschaft der Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Salzburg, und dessen Leiter, Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Osterbrink, haben wir Bewohner einer Langzeitpflegeeinrichtung mittels themenzentrierter Leitfäden eingehend zu ihren Bedürfnissen und Wünschen, Möglichkeiten und Beschwernissen befragt. Zusammen mit den jeweiligen Daten zum Gesundheitszustand und pflegewissenschaftlichen Erkenntissen enstanden in der Analyse aussagekräftige Abbildungen, die wir in vier typologische Alterspersönlichkeiten klassifizieren konnten.

Diese vier Alterspersönlichkeiten werden wir Ihnen in den folgenden Ausgaben unseres Newsletters vorstellen. Wir werden aufzeigen, warum es für Entscheidungsfindung und Maßnahmenplanung für uns wie für unsere Partner in der Pflege so hilfreich ist, auf eine derartig strukturierte Information zu Möglichkeiten und Notwendigkeiten zurückgreifen zu können. Und darüber berichten, was wir daraus gemacht haben, noch daraus machen werden und wie Sie diese Struktur in Ihrer eigenen Arbeit nutzen können.



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