Neues aus der Altenpflege: „Bekommen Pflegebetten jetzt ein Gehirn?”

Offenkundig ist auch, dass die menschliche Zuwendung durch die Pflegekräfte niemals durch Roboter ersetzt werden kann. In der Summe können die modernen Hilfsmittel aber dazu beitragen, den Pflegekräften mehr Zeit und Raum für die Betreuung der Menschen zu geben.

Was verbirgt sich hinter „intelligenter Pflege” oder „Smart Care”?

Wenn Sie die aktuellen Diskussionen in der Pflegebranche verfolgen, werden Sie wahrscheinlich Begriffe wie Pflege 4.0, digitale Assistenzsysteme, Ambient Assisted Living (AAL), Smart Care und intelligente Pflege gesehen oder gehört haben. Diese Begriffe sind jedoch noch nicht präzise definiert. Die modernen technischen Unterstützungsmöglichkeiten haben das Potenzial, den Pflegekräften zu helfen, ihren beruflichen Alltag effektiver zu gestalten.

Manche Autoren sprechen von integrierten oder holistischen Unterstützungssystemen, welche sowohl sensorische Daten registrieren als auch die Daten intelligent einbinden bzw. auswerten können.

Es soll allerdings nicht verschwiegen werden, dass ein Mehr an Technik bei manchen Pflegebedürftigen wie auch bei manchen Pflegekräften zunächst auf Vorbehalte stößt. Daher müssen den Pflegekräften im Vorfeld die entsprechenden Informationen zur Verfügung gestellt werden. In manchen Fällen sind auch Einführungen durch geschultes Fachpersonal oder kurze Trainings vor Ort sinnvoll.

Eine Idee wurde Realität: Moderne, teil-automatisierte Systeme

Einen großen Sprung nach vorne haben die traditionellen Bettsteuerungssysteme gemacht: Sie haben sich aktuell zu sensorgestützten Pflege-Unterstützungs- und Bewohner-Monitoring-Systemen weiterentwickelt.

Welches Problem wird damit zumindest teilweise gelöst?

Einerseits werden Pflegekräfte oft zu Bewohnern gerufen, ohne dass ein dringlicher Anlass vorliegt. Auf der anderen Seite ist manchmal eine Meldung an die Pflegekräfte sinnvoll, ohne dass der Bewohner dies selber veranlasst (beispielsweise wenn der Bewohner für längere Zeit sein Bett verlässt). Bisher war es den Pflegekräften allerdings unmöglich, hier eine differenzierte Bewertung vorzunehmen. Dies wird erst durch die modernen Sensoren möglich gemacht.

Gute Nachricht Nr. 1: Mehr Sicherheit

Eine intelligente Pflege-Unterstützung beinhaltet eine Bettsteuerung, mit der man das Pflegebett gemäß den Vorgaben programmieren kann. So kann man sicherstellen, dass der Bewohner gegenüber ungewollten Betteinstellungen geschützt ist. Dies kann auch dazu beitragen, Fixierungen und freiheitsentziehende Maßnahmen der Bewohner zu minimieren. Eine intelligente Pflege-Unterstützung hilft also, das Sicherheitsniveau der Pflegeeinrichtung Tag und Nacht zu verbessern.

Gute Nachricht Nr. 2: Erleichtert die Dokumentation

Da bisherige konventionelle Systeme keine kontinuierliche Daten-Erfassung bzw. -Speicherung beinhalten, konnten diese auch keine „Live-Daten” für die Dokumentation bereitstellen. Jetzt werden Sensordaten wie Bettanwesenheit und Bewegung im Bett direkt „dokumentationsfähig”. Dies bedeutet: Das System kann für die Pflegekräfte alle relevanten Daten der integrierten Sensorik und Technik speichern. Die Daten können später in die Pflege-Dokumentation übernommen werden – was der Entlastung des Pflegepersonals und zusätzlich der Absicherung bei Rückfragen dient.

Gute Nachricht Nr. 3: Besser Bescheid wissen

Während die „alten” Systeme lediglich einen „unqualifizierten” Alarm auslösen können, sind bei den innovativen Systemen qualifizierte Mitteilungen durch ein gestaffeltes Benachrichtigungs-System möglich. Dies gewährleistet, dass die Pflegekräfte von vorneherein besser im Bild sind. Dem Pflegepersonal wird ermöglicht, überall im Hause über das Wohlbefinden der Bewohner informiert zu bleiben. Da die Pflegekräfte leichter situationsgerecht adäquat reagieren können, sparen sie Zeit und Wege – ein wichtiger Aspekt im heutigen Pflege-Alltag.

Fazit

Die innovativen technischen Optionen bieten neben schlankeren Prozessen einen klaren Gewinn für Bewohner und für Pflegekräfte, denen dann mehr Zeit für die eigentliche Pflege bleibt.

Welche 9 Punkte sollte ich bei der Auswahl moderner Systeme beachten?

Es gibt verschiedene Anbieter moderner Bettsteuerungs- und Monitoring-Systeme mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen. Für die Auswahl des geeigneten Systems gibt es eine Checkliste mit neun Fragen - entwickelt von der Hermann Bock GmbH. Die Beantwortung kann für Sie hilfreich sein. Die Checkliste finden Sie hier >>

www.intelligentepflege.de - Checkliste >>



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